Die Heidelbeere

Die Heidelbeere, auch Blaubeere, Schwarzbeere oder Waldbeere genannt, gehört zur botanischen Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).

Sie ist in Europa weit verbreitet, sowohl als Wildform (Zwergstrauch in Wäldern) als auch als Kulturpflanze.

Heidelbeeren enthalten vor allem Gerbstoffe (in Früchten bis zu 12 %), ca. 0,5 % Anthocyanoside wie z. B. Astralgin (das sind Pflanzenfarbstoffe in Verbindung mit glykosidisch gebundenem Zucker), Vitamin C, B 1, B 2, Pantothensäure, Nicotinamid).

 

In zahlreichen Studien wurde die Wirksamkeit der Heidelbeer-Anthocyanide nachgewiesen:


Die  Anthocyanoside wirken gefäßschützend, wundheilend, entzündungshemmend, gegen Blutplättchenaggregation, Geschwürbildung und die Kapillaren abdichtend. 

Fertigpräparate mit isolierten Anthocyanosiden werden eingesetzt bei
- Venenleiden („Krampfadern“, schweren Beinen, peripheren Gefäßinsuffizienzen (sog. Besenreisern)
- Netzhauterkrankungen,
- Störungen des Nacht- und Dämmerungssehens
- zur Epithelregeneration bei Magen- und Darmgeschwüren
- bei Diabetes:
der Pflanzenfarbstoff Astralgin fördert die Freisetzung von Insulin und die Aufnahme von Zucker durch die Muskulatur. Außerdem wird der Stoffwechsel in den Fettzellen verändert. Das Ergebnis ist eine Senkung des Blutzuckerspiegels und eine gesteigerte Fettverbrennung.

Es gibt Hinweise, dass durch die Anthocyane die Fettaufnahme durch den Darm gehemmt wird.

Früher hat man sowohl die Früchte als auch die Blätter der Heidelbeere therapeutisch genutzt. Heute werden nur noch die   Früchte der Heidelbeere in der Naturheilkunde gebraucht.Man unterscheidet zwischen frischen und getrockneten Heidelbeeren. Die frischen Früchte haben eine abführende Wirkung (natürlich nur wenn diese in entsprechend großen Mengen verzehrt werden). Die getrockneten Früchte sind dagegen in der Naturheilkunde als Mittel gegen Durchfall bekannt (aufgrund des relativ hohen Gerbstoffgehalts und der Pektine).  


Bei leichten Entzündungen im Bereich von Mund und Rachen kann der verdünnte Saft oder eine Lösung aus abgekochten Beeren zum Gurgeln verwendet werden.
Aus den getrockneten Heidelbeerblättern kann Tee zubereitet werden. Dieser Tee galt in der Volksheilkunde vergangener Zeiten  als blutdrucksenkend, blutreinigend und antidiabetisch. Man glaubte, dass die Heidelbeerblätter einen antidiabetischen Stoff, ein Glukokinin, enthielten.  Wissenschaftliche Untersuchungen der Heidelbeerblätter konten diese Substanz nicht nachweisen, jedoch wird der Chromgehalt der Blätter als entscheidender Faktor angesehen.


Vorsicht: Wenn der Tee aus Heidelbeerblättern über längere Zeit oder in höherer Dosis gebraucht wird, droht die Gefahr einer Hydrochinonvergiftung! ImTierversuch traten folgende Symptome auf:  akute Erregung, Muskelkrämpfe Blutarmut, Darmverschluss, Abmagerung, . Bei chronischen Gaben von 1,5 g/kg/Tag konnte sogar der Tod eintreten. Weil bei Heidelbeerblättern ein therapeutischer Nutzen nicht belegt, das Risiko von Gesundheitsschäden aber sehr hoch ist, wird von einer therapeutischen Verwendung abgeraten.

 

HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder –behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

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