Der Hafer

Als kleines Kraftpaket ist der Hafer im Bereich der Lebensmittel und auch als Bestandteil von Tierfutter beliebt - kein Wunder wenn man sich die Haupt-bestandteile des Haferkorns genauer ansieht.

Hafer besteht aus Ballaststoffen, Fett, Kohlenhydraten, Proteinen, Alkaloiden, Biotin, Eisen, Folsäure, Kieselsäure, Linolsäure, Mineralstoffen, Niacin, Phytosterinen, Pantothensäure, Provitamin A, Spurenelementen und den Vitaminen B1, B2 und B6.

In der Naturheilkunde wird der Hafer zwar schon sehr lange eingesetzt, das Wissen um seine Wirkung ist jedoch nicht sehr verbreitet. Es gibt zahlreiche Anwendungen des Hafers, diese richten sich nach den verwendeten Teilen der Pflanze.

 

Das getrocknete Haferstroh findet ebenso Anwendung wie die entspelzten Haferfrüchte (der Rollhafer) oder der sogenannte „grüne Hafer“, der aus den grünen, noch vor der Ernte gewonnenen Pflanzenteilen, gewonnen wird.


Das getrocknete Haferstroh wird vorwiegend bei Ekzemen sowie juckenden und entzündlichen Hauterkrankungen verwendet. Zur Behandlung wird ein Sud aus Haferstroh hergestellt. Dieser wird dem Patienten dann in einem Bad beigegeben.


Der „grüne Hafer“ wird vorwiegend als Teezubereitung bei nervöser Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Rheuma, Gicht und als Durchspülungstherapie bei Stein- und Nierenleiden genutzt. Die im grünen Hafer enthaltenen Flavonoide und die Kieselsäure sind wesentliche Bestandteile.


Aus den Haferkörnern, den entspeltzen Samen des Hafers, werden die bekannten Haferflocken hergestellt. Bevor die Kartoffel in Mitteleuropa eingeführt wurde, aßen die Menschen häufig einen Brei aus Hafermehl, das sog. Hafermus. Der Hafer war damals ein wichtiger Lieferant für Kohlenhydrate.

 

Haferflockenbrei wird in der Volksheilkunde gern bei Magen- und Darmbeschwerden gegeben. Der Hafer wirkt entzündungshemmend und cholesterinsenkend. Außerdem enthält er Vitamine, Mineralstoffe und essentielle Fettsäuren. Darum wird Hafer gerne für die Ernährung von Babys, Kleinkindern, aber auch von Rekonvaleszenten verwendet.


In der Homöopathie wird der Hafer, Avena sativa genannt, vorwiegend bei Beschwerden im Bereich des Nervensystems eingesetzt, vor allem bei nervöser Erschöpfung.

 

HINWEIS: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder –behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.