2. Tipps für Allergiker

Insbesondere in der Pollensaison leiden Allergiker oft stark unter den lästigen Symptomen einer Allergie wie z. B. Niesattacken, tränende und brennende Augen, laufende Nase, Hautausschlag oder Halskratzen. Mithilfe eines Pollenkalenders können sich Betroffene auf den Flug der Pollenkörner einstellen und dementsprechend vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet auf seiner Internetseite einen Pollenflug-Gefahrenindex, der in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst erstellt wird. Die Pollenkonzentration steht in einem engen Zusammenhang mit der Intensität der von den Pollen verursachten allergischen Reaktionen.

 

Klicken Sie hier zum Download eines Pollenflugkalenders:

https://www.allergiecheck.de/fileadmin/user_upload/media/Broschueren_Folder/Allergenkalender.pdf

Die Stärkung des Immunsystems ist sehr wichtig und kann zum einen durch den Zusatz von Vitaminen und Mineralstoffen erfolgen, aber auch durch die gezielte Anwendung von komplexhomöopathischen und pflanzlichen Arzneimitteln. Die Stärkung der köpereigenen Abwehrkräfte kann durch eine Darmsanierung angeregt werden. In der Darmschleimhaut befindet sich das sogenannte „lymphoidale Gewebe“, das mehr als 70% der körpereigenen Immunzellen enthält. Die Bakterien des Darms helfen nicht nur bei der Verdauung der Nahrung, sondern stärken auch die Abwehr, wenn die Darmflora sich im Gleichgewicht befindet. Wichtig für Allergiker ist eine starke Versorgung mit den Spurenelementen Zink und Selen. Täglich benötigen Sie 10 Milligramm Zink und 50 Mikrogramm Selen. Magnesium verhindert die Abgabe von Histamin in den Blutkreislauf.

Essen Sie Nahrungsmittel, die diese Vitalstoffe enthalten: Meeresfische, Vollkornprodukte, Soja, ungeschälten Reis, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Weizenkeime.

Vorsicht beim Verzehr von Obst und Gemüse. Nahezu die Hälfte der Pollenallergiker neigt dazu, eine Kreuzallergie auf botanisch verwandte Nahrungsmittel zu entwickeln !!

Vitamin C ist unerlässlich, es bindet teilweise das überflüssige Histamin und baut dieses zu ungefährlichen Säuren um. Gut sind ungeschälte Äpfel, grüne Bohnen, Grünkohl, Rotbusch- und Jasmintee. Diese Nahrungsmittel enthalten den Pflanzenfarbstoff Querzentin, der wiederum die Histaminfreisetzung blockiert.

Meiden Sie während der Pollenzeit histaminhaltige Nahrungsmittel wie Käse, Salami, Nüsse, Thunfisch und Weißwein.

Hier finden Sie noch weitere Tipp, um die Allergiebeschwerden abzumildern:

 

  • - Hallenbäder mit chloriertem Wasser meiden. Chlor reizt zusätzlich die Atemwege.
  • - Ein Urlaub im Gebirge oder an der Küste ist für Pollenallergiker zu empfehlen. Die Luft im Hochgebirge bei über 2000 Meter ist nahezu pollenfrei. Die Blütezeit windbestäubter Pflanzen ist im Vorgebirge etwa einen Monat später als im Flachland. An der Küste weht der Wind meist vom Meer her. Da der Meerwind kaum durch Pollen belastet ist, können Pollenallergiker auch dort beschwerdefrei Ferien machen.
  • - Geschlossene Räume - in den Zeiten von hoher Pollenkonzentration bevorzugen. Wohnungs- und Autofenster (Klimaanlage mit Pollenfilter empfehlenswert) geschlossen halten.
  • - Lüften Sie vor dem Schlafengehen, nicht in den Morgenstunden. - Benutzen Sie zur Kühlung Ihrer Räume KEINEN Ventilator. Die Pollen werden aufgewirbelt und im Raum verteilt.
  • - Windstille und starker Wind: Bei Windstille fliegen die Pollen nicht. Starker Wind verteilt die Pollen in der Luft. Die Pollenkonzentration sinkt. Genießen Sie an solchen Tagen ausgiebig die Natur. Schwacher Wind wirbelt hingegen die Pollen auf, er verstärkt die Heuschnupfensymptome.
  • - Bevorzugen Sie das Spazieren in Laubwäldern. Die Blätter der Laubbäume filtern einen Teil der Pollen aus der Luft.
  • - Blumenpollen lösen in der Regel keine Heuschnupfenbeschwerden aus, da Blumen insektenbestäubte Pflanzen sind. Die Pollen werden nicht eingeatmet. Mähen Sie Ihren Rasen oft, damit das Gras nicht blühen kann.
  • - Tragen Sie eine Sonnenbrille, das lindert die Augenbeschwerden.
  • - Lassen Sie Ihre Nasenschleimhaut nicht austrocknen.
  • - Wechseln und waschen Sie regelmäßig Ihre Kleidung.
  • - Rauchen und der Aufenthalt in verrauchten Räumen ist zu vermeiden.
  • - Haustiere: Pollenallergiker entwickeln häufig im Laufe der Zeit zusätzlich eine Tierhaar- oder Hausstaubmilbenallergie.
  • - Rechtzeitige ärztliche Behandlung eines Heuschnupfens beugt der Entwicklung eines allergischen Asthmas vor.